Chronik

1900 - 2000

1900

gab es in Pfeffelbach die ersten Bergleute und Hüttenarbeiter, die im Saargebiet beschäftigt waren.

1914

war der erste Weltkrieg ausgebrochen. Von den 1914/18 in den Krieg gezogenen Soldaten fielen 54.

1917

am 16. August wurde eine gewerbliche Betriebszählung durchgeführt und ergab folgendes: 2 Steinbruchbetriebe, 3 Gastwirte, 4 Krämer, 2 Bäcker, 2 Schreiner, 2 Schmiede, 1 Drechsler, 1 Klempner, 2 Butter- und Milchhändler, 2 Schuhmacher, 3 Getreide-Mühlen, 2 Metzger, 1 Versicherungsagent, 3 Wagner, 1 Bildhauer, 1 Schneider, 2 Rasierer, 1 Anstreicher, 2 Hebammen.
Die übrigen Nichtselbständigen arbeiteten im Handwerk, Gewerbe, in Steinbrüchen, in den Bergwerken des Saargebietes, in Neunkirchen auf dem Hüttenwerk und auch einige im Baugewerbe. Der größte Teil der Bewohner betrieb hauptsächlich Landwirtschaft.

1917

am 24. Juli wurde die große Kirchenglocke heruntergenommen, um im Dienste des Vaterlandes ihrer kriegerischen Verwendung entgegenzusehen.

1918

im Oktober herrschte eine Grippeepidemie im Dorf. 50 Prozent der Einwohner waren erkrankt. 21 Personen sind damals an der Grippe gestorben.

1918  

am 11. November wurde der Waffenstillstand bekannt gegeben.

1919  

war ein sehr trockener Herbst. Die Bäche waren ausgetrocknet, und die Müller mussten das Mahlen einstellen. Die Kartoffelernte war schlecht, doch es gab eine sehr reichliche Obsternte.

1920

wurde am 17. Januar unser Dorf und die Umgebung von einem gewaltigen Hochwasser heimgesucht.

1920

ab 1. November verkehrte erstmals zwischen Pfeffelbach bzw. Oberkirchen und Kusel ein Postkraftwagen. Desgleichen zwischen Baumholder und Kusel. Im Dezember desselben Jahres bemühte sich die Gemeinde um eine elektrische Lichtanlage und hatte durch den Sohn des ehemaligen Lehrers Söhngen ein Angebot von 24.000 Mark bekommen. Der Preis bezog sich auf das gesamte Ortsnetz. 1921 waren Anlage und Installation fertig gestellt.

1920

fand eine Reichstagswahl statt.

1921

am 1. März waren die Wahlen zum preußischen Landtag. Wahlberechtigt waren 465 Personen, gewählt haben 330 Personen.

1921

befasste man sich mit dem Bau eines Ehrenmals für die Gefallenen des 1. Weltkrieges. Nach langem Hin-und-her wurde der Platz vor der Kirche gewählt und von freiwilligen Helfern eingeebnet und hergerichtet. Lieferant des Ehrenmals war Bildhauer Jakob Müller aus Pfeffelbach. Ein Lastauto brachte die drei, zusammen ca. 120 Zentner schweren Blöcke bis vor die Kirchhofsmauer. Mit großer Mühe gelang es nach zweitägiger Arbeit, die Blöcke auf dem hergerichteten Betonsockel aufzustellen. Die Einweihung fand am 18. September 1921 statt.

1926

Ausbau der Straße Kusel - Türkismühle.

1931

wurde von Adam Schäfer das letzte Hausmacher Leinen am eigenen Webstuhl hergestellt. Spinnräder, Webstühle und sonstiges zum Tuchmachen nötiges Gerät standen früher in jedem Bauernhaus.

1935

wurde die Bahnstrecke Kusel - Ottweiler fertig gestellt, und zwar zunächst bis Schwarzerden.

1936

am 16. November wurde die Gesamtstrecke Kusel - Türkismühle eröffnet.

1938

am 15. Mai erfolgte die Inbetriebnahme der Teilstrecke der Ostertalbahn Schwarzerden - Ottweiler.
Im Jahr 1964 wurde zwischen Kusel und Schwarzerden der Personenverkehr und ab 1. Juni 1967 der Güterverkehr eingestellt.

1950

im April wurde der Bau einer neuen Wasserleitung beschlossen.

1952

am Erntedankfest wurde morgens gegen 8 Uhr das Dorf durch eine Explosion in Aufregung gebracht. Zwei junge Männer, Ewald Aulenbacher und Hans Wagen, die neben dem Haus Erdarbeiten machten, stießen auf eine Tellermine, die explodierte und beide zerriss.

1954 

wurde mit dem Neubau der jetzigen Schule begonnen und

1955 

am 4. September wurde die Schule eingeweiht. Das Baugelände sowie das des jetzigen Sportplatzes wurde durch Tausch von der Kirchengemeinde erworben.

1955

der Firma Berndt u. Co. in Kusel wurden am 20. Mai laut Beschluss, nach der Submission, die Kanalisierungsarbeiten übertragen. Infolge der Mehrkostenbeträge entschloss man sich, im August 1955 die Strecken 1 und 4 sowie 3 in Angriff zu nehmen und die Strecke 2 zurückzustellen, bis die finanzielle Lage es erlaubte, sie zu bauen. Im Oktober wurde beschlossen, dass die Kanalisation in der ”Siedlung” zum Angebot in Höhe von 1.395 DM von der Firma Berndt u. Co. in Kusel ausgeführt werden sollte.

1957

bei der Bundestagswahl am 15. September gingen von 749 Stimmberechtigten nur 549 zur Wahlurne.

1959

im Mai wurde eine Haussammlung für den Bau eines Ehrenmals für die im 2. Weltkrieg gefallenen und vermissten Soldaten durchgeführt. Am 19. November 1961 wurde es eingeweiht.

1960

an den Pfingsttagen feierte der Sportverein sein 40jähriges Bestehen.

1963

am 8. April traf die Stadt Kusel mit der Gemeinde Pfeffelbach eine Vereinbarung wegen einer Bohrung nach Wasser auf der Pfeffelbacher Gemarkung. Im gleichen Monat wurde auch beschlossen, einen Anschluss an die amerikanische Wasserleitung zu tätigen (d.h. der amerikanische Truppenübungsplatz in Baumholder bezieht Wasser aus Tiefbrunnen, die auf Pfeffelbacher Gemarkung liegen) und auch den Anschluss an den Tiefbrunnen der Stadt Kusel in Erwägung zu ziehen.

1963

erstellte eine Interessengemeinschaft im Kelterhaus eine Tiefkühlanlage.

1965

die Feuerwehr erhielt ein Kleinlöschfahrzeug.

1965

am 6. März wurde beschlossen, zur dringenden Verbesserung der Wasserversorgung einen neuen Hochbehälter zu bauen.

1965

im April wurde die Einführung der Müllabfuhr beschlossen.

1965

im August erhielt die Firma Hamm, Erdesbach, den Auftrag zum Bau der Wartehalle zum Preis von 4.171 DM.

1965

am 20. September wurde mit den Vorarbeiten zur Flurbereinigung begonnen.

1965

am 1. Oktober kamen die Lehrer Stepp und Strack an die Schule in Pfeffelbach. Diese wurde jetzt vierklassig.

1966

am 9. Oktober wurde die Firma Sick mit der Erstellung der Fundamentplatte zum Schulhauspavillon beauftragt.

1967

wurden in allen Haushaltungen Wasseruhren eingebaut.

1967 

am 27. August wurde die Leichenhalle in einer Feierstunde ihrer Bestimmung übergeben. Sie wurde mit einem Kostenaufwand von 60.000 DM errichtet.

1968

im August war der neue Hochbehälter fertig.

1969

nach Durchführung der Gebietsreform gehören wir zum Landkreis Kusel.

1974

laut Beschluss des Gemeinderates vom 6. Mai plante man eine Veränderung in der Anlage des Friedhofs. Statt der bisherigen Einfassungen wurden die Gräber nun mit Waschbetonplatten umrandet und der Pfad mit Rasenbordsteinen eingefasst.

1974

im Juli war die Vergabe für die ausgeschriebenen Kanal-, Wasser- und Straßenbauarbeiten an die Firma Berndt und Co. in Kusel für 213.400 DM.

1975

am 17. Januar wurde in Pfeffelbach eine Zweigstelle der Kreissparkasse Kusel im früheren Café Forster eröffnet.

1979 

wurde im April mit den restlichen Kanalarbeiten begonnen, und zwar in der Bahnhofstraße, Kirchenstraße, Obereck und in der Brunnenstraße.

1980

im Februar beschloss der Gemeinderat die Vergabe der Erschließungsarbeiten für den Kindergarten an das Ingenieurbüro Petry in Idar-Oberstein zum Angebotspreis von 85.905 DM.
Gleichzeitig wurde auch die Vergabe des Straßenbaues im Neubaugebiet Pfarracker/Krummenau in Höhe von 184.252 DM an die Firma Jung in Sien getätigt sowie die Vergabe der Kanalverlegung in Höhe von 164.431 DM und den Bau der Wasserleitung in Höhe von 64.843 DM.

1980  

erfolgte in der Wasserversorgung der Gemeinde Pfeffelbach der Anschluss an den Ohmbachtalverband.

1981

der zweigruppige Kindergarten der Ortsgemeinden Pfeffelbach, Reichweiler und Thallichtenberg in Pfeffelbach konnte am Montag, dem 3. August 1981, eröffnet werden. Am Sonntag, dem 9. August, fand die Einweihungsfeier des neuen Kindergartens statt.

1981

kurz vor Einbruch des Winters wurden im Erweiterungsteil des Friedhofes in freiwilligem Einsatz mehr als 2000 Bäume und Sträucher gepflanzt.

1984

am 23. Mai fand die Friedhofsweihe für diesen Teil statt.

1984

am 6. September waren die Baumaßnahmen am Neubau des Dorfgemeinschafts- und Feuerwehrhauses endgültig fertig gestellt. Ebenso stand am 6. September die Vergabe des Planungsauftrages für die zu erbauende Brücke über den Hasenbach in der Bahnhofstraße an das Ingenieurbüro Petry auf der Tagesordnung.

1985

im Mai wurde der Zivil- sowie auch der Kirchengemeinde mitgeteilt, dass die Pfeffelbacher evangelische Kirche unter Denkmalschutz gestellt werden soll.

1986  

nach rund 12monatiger Bauzeit wurde am 9. Mai an der Schulturnhalle Pfeffelbach Richtfest gefeiert. Der Gesamtkostenvoranschlag belief sich auf ca. 1,7 Millionen DM.

1988

am 6. Mai wurde die Sport- und Allzweckhalle für Schule und Vereine eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben. Die Baukosten von fast 2,5 Millionen DM wurden zum großen Teil von der Verbandsgemeinde getragen. Es gab entsprechende Landes- und Kreiszuschüsse, die Gemeinde Pfeffelbach übernahm die Mehrkosten, die durch eine Nutzung als Mehrzweckhalle entstanden waren: Änderungen am Fußboden sowie ein repräsentativer Eingangsbereich in Höhe von 20.000 DM.
 Nicht zu vergessen ist der Fußballverein, der die Räume seines Sportheimes in das Bauwerk integriert hat und der an Eigenleistungen/Baukosten 110.000 DM aufgebracht hat.

1988

im Juli war die Vergabe des Druckauftrages für die Dorfchronik an die Neunkircher Druckerei und Verlag für 18.190 DM.

1988

Auftragsvergabe für die Straßenbauarbeiten im Neubaugebiet Gries war im September an die Firma Breit, Hermeskeil in Höhe von 335.000 DM.

1989

im Februar Vergabe der Aufträge zur Errichtung einer Überdachung am Vorplatz der Leichenhalle von 32.000 DM.

1989

im April Auftragsvergabe für die Straßenbauarbeiten im Neubaugebiet Ernteweg an die Firma Breit, Hermeskeil, von 140.000 DM.

1989

im September Ausbau der Feldwirtschaftswege Im Brühl, Unter der Kipp, Auf der Hahnwies durch die Firma Otto Jung, Sien, für 102.000 DM.

1989

Erstellung eines Konzeptes für das Dorferneuerungsprogramm, im November, durch das Ing.-Büro Schöer, Breitenbach, für 20.000 DM.

1990

im März Anschaffung eines neuen Gemeindefahrzeuges.

1990

im Zuge der Dorferneuerung werden die beiden Anwesen von Alma und August Braun sowie Andreas Fuhrmann St. Wendel gekauft.

1991

die Überdachung der Buswartehalle wird im Juli in Höhe von 10.000 DM an die Firma B+F Holzbau, Kusel und die Firma Bodtländer, Baumholder, vergeben.

1991

im August wird im Zuge der Dorferneuerung die Neugestaltung der Ortsmitte beschlossen. Es entstehen eine neue Brunnenanlage, eine Buswartehalle und Parkplätze.

1991

im Dezember wird ein Konzessionsvertrag für die Gasversorgung zwischen der Gemeinde Pfeffelbach und den Stadtwerken Kusel unterzeichnet.

1992

im Februar wird eine Kühlanlage für die Friedhofshalle für 3.500 DM gekauft.

1992

im November: Auftragsvergabe für die Neugestaltung der Ortsmitte an die Firma Alpha-Bau, Kusel, für alle Erd-, Entwässerungs-, Maurer-, Beton-, Beleuchtungs-, Brunnen- und Möblierungsarbeiten für 282.000 DM. Buswartehalle an die Firma Cattarius, Ohrenberg, und Ohliger Holzbau, Ulmet, für 15.000 DM. Bepflanzung an die Gärtnerei Peters, Pfeffelbach, für 27.000 DM.

1993

Fünf Waldwege werden im Juni ausgebaut. Im Wolfsgraben, Fröhwald, Stauderwald, Höhwies und Herzerberg. Den Auftrag erhält die Firma Semmelsberger, Appenthal, für 96.000 DM.

1993

am 4. Dezember fand die Einweihung der neuen Brunnenanlage in der Ortsmitte statt.

1994

wurde mit dem Baubeginn der Grillhütte auf dem Festplatz begonnen.

1995

im Oktober: Vergabe eines Planungsauftrages wegen der Hochwasserproblematik  im Pfarracker an das Ing.-Büro Schöer aus Waldmohr.

1996

am Dorffest war die Einweihung der Grillhütte.

1997

im Juli erhält die Firma Heinrich Decker und Söhne die Genehmigung zur Errichtung einer Brech- und Klassieranlage am Niederberg.

1997

im Juli war die Auftragsvergabe für die Erneuerung und Verrohrung des Hasenbaches in der Gewanne Pfarracker in Höhe von 245.000 DM an die Firma Berndt-Baut, Kusel.

1997

im September wird die Planung für die Erweiterung des Dorfgemeinschaftshauses beschlossen.

1998

im Januar werden die Bepflanzungsarbeiten im Zuge der Erneuerung des Hasenbaches für 19.000 DM an die Firma Kollmer, Niedermohr, vergeben.

1998

Mitte des Jahres ist das Bauwerk Verrohrung des Hasenbaches fertig gestellt und durch die Behörde abgenommen.

1998

im September: Erneuerung des Bürgersteiges in der St. Wendeler Straße.

1998

im Dezember wird der Planungsauftrag an das Ing.-Büro Schöer, Waldmohr vergeben zur Restaurierung des Denkmals an der Kirche.

1999

875-Jahr-Feier der Gemeinde Pfeffelbach findet am 15. und 16. Mai in der Mehrzweckhalle statt.

1999

wird der Kinderspielplatz am Kindergarten neu angelegt.

1999

im Juni war die Auftragsvergabe für die Restaurierung des Kriegerdenkmals an der Kirche in Höhe von 32.000 DM an die Firma Schmidt Bau GmbH, Heimbach. 

1999

der Gemeinderat beschloss im Oktober einen neuen Mulcher für 15.500 DM zu kaufen.

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