1800 - 1900

1802

war in Pfeffelbach am 2. Ostertage ein Brand ausgebrochen, der fast das ganze Dorf vernichtete. Fast alle Häuser mit Kirche und Pfarrhaus waren abgebrannt und konnten wegen der harten Kriegszeiten noch nicht wieder alle aufgebaut und fertiggemacht werden (St. Archiv Koblenz 382/62 S. 157).

1816   

Pfeffelbach hatte nach einem Bericht 63 einstöckige, 20 zweistöckige und 10 Holzhäuser (wahrscheinlich Fachwerkhäuser) mit 474 Einwohnern.
An Handwerkern waren vorhanden: 3 Müller, 1 Schuhmacher, 2 Schneider, 1 Maurer, 1 Schreiner, 1 Schmied, 1 Wasenmeister.

1817

fand in unserer Kirchengemeinde eine Reformationsjubelfeier statt.

1820

Einführung der Union im Fürstentum Lichtenberg bzw. auch in unserer Gemeinde.

1833

im Sommer fand die Überführung und Beisetzung der verstorbenen Herzogin Luise in unserer Kirche statt.
Weitere Infos zu diesem Thema gibt es hier .

1834

erfolgt die Abtretung des Fürstentums an Preußen.

1835

erfolgt die Überleitung in den Kreis St. Wendel unter Einverleibung in den Regierungsbezirk Trier.

1841 - 77 

wird eine Katasteraufnahme durch Geometer Efferz durchgeführt.

1846

findet am 9. Juni die Hebung und Überführung des Sarges der Herzogin Luise nach Coburg statt.

1870 

im Kriege ist ein Pfeffelbacher Soldat gefallen.

1870   

eröffneten in Gemeinschaft Peter Aulenbacher mit Jakob Braun und Jakob Heß den ersten Hartsteinbruch in bescheidenem Ausmaß. Laut eines Berichtes im Pfälzischen Kurier wurde schon vor 1868 in Pfeffelbacher Steinbrüchen gearbeitet.

1887

folgten die Betriebe von Jakob Faus auf der Warth, am Niederberg und Gimberg sowie Bolkenius in Steinbach und in der Sparr - 1904 und 1905 von Julius Hotz im Gründchen. Die hergestellten Pflastersteine wurden per Pferdegespann nach Kusel und zeitweise sogar nach St. Wendel transportiert - per Fuhre zu 3 Mark (und einer Portion Essen).

1872

wurde eine Dreschgenossenschaft gegründet, ein Dreschschuppen gebaut und die erste Dreschmaschine gekauft.

1893

erhielt unsere Kirche die jetzige Orgel. Vorher hatte der jeweilige 1. Lehrer mit den älteren Jahrgängen der Schüler vorgesungen.

1893

am 24. Mai war in Pfeffelbach eine Posthilfsstelle in Wirksamkeit getreten.

1896

am 10. Mai wurde zur Erinnerung an den Friedensschluß des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 (also nach 25 Jahren) auf Veranlassung des ein Jahr zuvor gegründeten Kriegervereins die so genannte Bismarckeiche gesetzt. Die Eiche war ein Geschenk Bismarcks an den hiesigen Kriegerverein und stammt aus dem Sachsenwald bei Friedrichsruh.

1897   

wurde in Pfeffelbach mit dem Bau der Wasserleitung begonnen.
Zunächst wurden in verschiedenen Straßen so genannte Pumpenstöcke errichtet. Bei Entnahme des Wassers musste man einen am Stock angebrachten Drücker betätigen. Nach und nach wurden an der vorhandenen Hauptleitung Hausanschlüsse angeschlossen und die überflüssig gewordenen Pumpenstöcke entfernt.
Zuvor dienten zur Wasserversorgung die eigenen Hausbrunnen und folgende Dorfbrunnen: der Gierebrunnen, aus welchem man früher das Wasser schöpfen musste, der Dorfbrunnen bei der Kirche, welcher durch eine Rohrleitung sein Wasser vom vorgenannten empfing. Ein weiterer Brunnen mit fließendem Wasser und Trog war früher im Dickeneck - heute Bahnhofstraße. Derselbe war mit einer Rohrleitung mit dem Brunnen an der Warth verbunden. Trog und Brunnen sind schon längere Zeit nicht mehr vorhanden. Der Brunnen an der Warth, welcher früher Bindersenborn hieß, existiert heute noch.

Zusätzliche Informationen