1500 - 1800

1516

wird Nickolaus Becker von Lichtenberg als letzter Pfarrer vor der Reformation erwähnt (Kreis-Chronik Altpeter).

1523   

wurde die Kirchen-Gemeinde unter Ludwig II. Herzog von Zweibrücken lutherisch.

1526   

war die Reformation im Herzogtum bereits durchgeführt.

1533   

fand die erste Kirchenvisitation im Oberamt Lichtenberg statt. Bei derselben war Pfeffelbach schon durch einen evangelischen Pfarrer vertreten, ebenso sämtliche Pfarreien des Oberamtes mit Ausnahme von Niederkirchen.

1556   

Reichweiler bemüht sich, von Ketten Ostern (Oberkirchen) ausgepfarrt und nach Pfeffelbach eingemeindet zu werden.

1558   

Errichtung der Kirchschaffney Lichtenburg.

1596   

nahmen die Pfeffelbacher Gemeinsleute die Ländereien des vakanten Stauderhofes in Pacht.

1596/97

wütete die Pest im Ort.

1609 

fand eine Kirchenvisitation statt. Das Protokoll enthielt eine Einwohnerliste Pfeffelbachs, und zwar die älteste.

1612

sind in dem einen Jahr in Pfeffelbach, Reichweiler und Schwarzerden 188 Personen an der Pest gestorben.

1613   

war in Pfeffelbach ein Brand ausgebrochen. Laut Bericht unterm 10. August 1613 AZ 24/822 schreibt Kirchschaffner Preuel Flurskapelle: „es hat vergangenen Freitag in Pfeffelbach eine große Feuersbrunst gewütet, wobei das Pfarrhaus, Scheune, Stallung und andere Gebäude im Ort vernichtet wurden.“

1618

Beginn des 30jährigen Krieges, der auch unser Dorf schwer heimsuchte.

1626

betreibt Hans Schworm, der Wirt, die Mühle zu Reichweiler.

1642   

hatten, nach einem Bericht von Pfarrer Bösius, die Truppen des Herzogs von Lothringen sich in Pfeffelbach sehr übel betragen; Die Not nahm kein Ende.

1670

hat Hans Braun in Pfeffelbach eine Gastwirtschaft und zahlt 10 Gulden Ungeld.

1675

Ausstellung des ersten Erbbestandsbriefes auf Familie Jung über die Kirchenbannmühle.

1675

in einem Verzeichnis von Textor (Bonn 1937) unter dem Titel: „Entfestigungen und Zerstörungen im Rheingebiet während des 17. Jahrhunderts“ erscheint Pfeffelbach unter den von den Heeren Ludwig XIV. verbrannten Orten. Es lebten in Pfeffelbach 1675 noch 13 Familien.

1688

wohnten in Pfeffelbach 22 Familien.

1698   

aus einer Besoldungsliste der Kirchschaffney Kusel geht hervor, dass der damalige Pfarrer von Pfeffelbach und Lichtenberg folgendes Einkommen hatte: in bar: 163 Gulden; an Naturalien: 21 Malter Korn, 1 Faß, 2 Sester; 3 Malter Gerste, 1 Faß; 5 Malter Hafer, 3 Faß; 3 Ohm Wein; 2 Clafter Holz; an Gütern und anderen Nutzungen 157 Gulden, 11 Batzen, 4 Kreuzer an Casualien 15 Gulden, 5 Batzen.

1742

wurde der Stauderweiher vermessen. Er war 25 Ruten lang, 10 Ruten breit und 3 Morgen groß. Es unterzeichneten Andreas Aulenbacher als Gerichtsschöffe und Joh. Nickel Halbgewachs als Bürgermeister.

1763

versucht Keller Gassert in den Besitz der Ländereien des ehemaligen Stauderhofes zu kommen, bzw. dieselben in den von ihm zu dieser Zeit neu angelegten Rockbornerhof mit einzuverleiben. Die Pfeffelbacher Gemeinsleute, die bisher die Ländereien in Pacht hatten, wehrten sich dagegen und verfassten einen Bericht an die herzogliche Regierung in Zweibrücken.

1768

hatte Pfeffelbach 375 Einwohner.

1792

waren die französischen Revolutionstruppen bei uns einmarschiert.

1795   

wurden durch den Kantonsbeamten Benzino in Pfeffelbach die Kirchenbücher geschlossen, d.h. sie durften nicht mehr weitergeführt werden, denn zur Beurkundung von Taufen, Trauungen und Sterbefällen sollte von nun an allein das Zivilstandesamt zuständig sein. Dasselbige  befand sich auf Burg Lichtenberg. Die neu errichtete Bürgermeisterei Burg Lichtenberg begann aber mit ihren standesamtlichen Beurkundungen erst im Jahre 1819. Aus den Jahren dazwischen sind keine Unterlagen vorhanden

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